3. Themenkonzert: Vom Rechten und Richten

Themenkonzerte rund um die Aufführung zu Karl V. an der Bayerischen Staatsoper

Konzert

Im monumentalen Ölgemälde des Jüngsten Gerichts in der Alten Pinakothek verhandelt Peter Paul Rubens nicht nur theologische Fragen des endzeitlichen Richtens, sondern ebenso Grundfragen des weltlichen Rechts. Seine Freundschaft zu Hugo Grotius, dem Vordenker der modernen Naturrechts- und Völkerrechtslehre, bildet den Ausgangspunkt der Überlegungen zum Jüngsten Gericht und dem Tod des Seneca im Rubenssaal. Wie hat sich die Vorstellung des Rechts von der Theologie gelöst? Wie hat die von dem sterbenden Seneca verkörperte stoische Lehre vom ethisch-rechtlichen Handeln, die sowohl Gelassenheit gegenüber dem Tyrannen als auch die Freiheit des Individuums fordert, zur Entwicklung der Autonomie des Rechts beigetragen? Die Metamorphose und Maskierung des Seneca in einen christlichen Märtyrer und der Zusammenhang von Psyche, Physis und Affekt im Jüngsten Gericht werden mit den zeitgenössischen Reflexionen über Grundpflichten der Bürger und öffentliche Gewalt in Verbindung gebracht.

Programm

Joseph Haydn:
Trio B-Dur Hob. V:8

Ernst Krenek:
Streichtrio in zwölf Stationen op. 237

Ernst v. Dohnányi:
Serenade für Streichtrio C-Dur op. 10

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Personen

So-Young Kim Violine
Tilo Widenmeyer, Viola
Benedikt Don Strohmeier, Violoncello

Vortrag; Dr. Carolin Behrmann, Leiterin der Forschungsgruppe Nomos der Bilder. Manifestation und Ikonologie des Rechts am Kunsthistorischen Institut in Florenz, Max-Planck-Institut

Alte Pinakothek
Barer Straße 27
80333 München
Deutschland

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