Alfred Schlee: Verleger und Wegbereiter der Neuen Musik

Veranstaltung

Anlässlich des 120. Geburtstags von Alfred Schlee erinnern sich Friedrich und Gertraud Cerha gemeinsam mit Thomas Daniel Schlee im Rahmen eines Rückblende-Gesprächs an das Wirken des vielseitigen Musikverlegers. Zahlreiche Widmungen, persönliche Korrespondenzen, Kompositionen und (Ton-) Dokumente, die sich seit 2019 im Archiv der Zeitgenossen befinden, geben Zeugnis über das nahe Verhältnis Alfred Schlees zu „seinen“ Komponisten. Das Ernst Krenek Institut lädt anschließend zum Konzert, das ebenfalls im neu gestalteten Salon Krenek (vormals Ernst Krenek Forum) stattfindet. Auch die Ausstellung "Zu Gast bei Ernst Krenek (1900-1991)" kann besichtigt werden.

am Donnerstag, 25.11.2021
17:00 Uhr - 20:30 Uhr

im Salon Krenek
Minoritenplatz 4
3500 Krems/Stein

Programm

17 Uhr: Rückblende-Gespräch
Thomas Daniel Schlee im Gespräch mit Gertraud und Friedrich Cerha
Moderation: Martina Kalser-Gruber

Brötchen & Wein

19 Uhr: Konzert mit Stefan Neubauer, Klarinette und Mathilde Hoursiangou, Klavier

Richard Rodney Bennet (*1936): Scena III for clarinet solo (1977)
Ernst Krenek (1900-1991): Rhapsody for Clarinet and Piano, Op. 85A/f (1938/39)
Francis Burt (1926-2012): Duo for clarinet and piano, Op. 7 (1954)
Harrison Birtwistle (*1934): Verses for clarinet and piano (1966)
Henri Pousseur (1929-2009): “Dicté par….“ No. 2 (Anton Webern 1940). Variations per clarinetto e pianoforte (1981)
Friedrich Cerha (*1926): Acht Bagatellen für Klarinette und Klavier (2009)
Thomas Daniel Schlee (*1957): Moments Amicaux für Klarinette in A und Klavier, Op. 50b (2000), Nr. 1, 2 und 3

Eine Veranstaltung des Archiv der Zeitgenossen in Kooperation mit dem Ernst Krenek Institut

Die Teilnahme ist frei, Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Information und Anmeldung
Beatrix Vigne
+43 2732 893 2573
beatrix.vigne@donau-uni.ac.at

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Covid-19-Bestimmungen. Der Zutritt zur Veranstaltung ist nur unter Einhaltung der 3-G-Regel möglich

Mathilde Hoursiangou Klavier

Mathilde Hoursiangou, Klavier

Die französische Pianistin Mathilde Hoursiangou, in Paris geboren und am dortigen CNSM ausgebildet, lebt seit Anfang der neunziger Jahre in Wien, wo sie sich in allen möglichen kammermusikalische Besetzungen sowie solistisch intensiv am musikalischen Geschehen beteiligt.

Neben ihrer Beschäftigung mit der klassischen und romantischen Kammermusikliteratur und ihrer Leidenschaft für alte Tasteninstrumente liegt ein Schwerpunkt ihres vielfältigen Repertoires auf der klassisch-modernen bis zeitgenössischen Musik.
Die direkte Arbeit mit lebenden Komponist/innen, sowie das Entdecken und Bekanntmachen wenig betretener Pfade sind ihr seit jeher ein existenzielles Anliegen, das sie mit Überzeugung und Begeisterung vertritt.

Zahlreiche zum Teil ihr gewidmete Stücke hat sie ur- bzw. in Österreich erst-aufgeführt, was viele CD-Aufnahmen sowie Rundfunkmitschnitte dokumentieren.
Sie ist Gründungsmitglied des Ensemble Phace, und freies Mitglied des Klangforum Wien. Sie unterrichtet an der mdw Wien, wo sie engagiert an den letzten dortigen pädagogischen Entwicklungen im Bereich Neue Musik im Studium teilnimmt, und ist Initiatorin, Organisatorin, Herausgeberin und Interpretin des Projekts Saiten-Tasten, 21 Innenraumstudien für das andere Klavier (2016-2021). Sie hat zudem 2021 das Projekt input > klavier ins Leben gerufen, dessen Ziel ist, Impulse zu setzen und durch eine vielseitige Auswahl an neuen Denk-, Sicht-, Hör- und Schreibweisen für das Instrument kurze, attraktive Stücke anzubieten, die vielleicht helfen, die Klüfte zwischen Pianisten, Komponisten und Publikum im traditionellen Konzertbetrieb zu überwinden.

 

Stefan Neubauer Klarinette

Stefan Neubauer, Klarinette

Der aus Oberösterreich stammende Klarinettist Stefan Neubauer studierte zunächst am Linzer Brucknerkonservatorium bei Karl Maria Kubizek und in der Folge an der Wiener Musikhochschule (heute Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien) bei Peter Schmidl und Johann Hindler.

Er ist hauptberuflich als Klarinettist an der Wiener Staatsoper im Bühnenorchester engagiert, spielt aber darüber hinaus als regelmäßiger Gastklarinettist bei den Wiener Philharmonikern, im Orchester der Wiener Staatsoper und als Kammermusiker einerseits in der Neuen-Musik-Szene: so ist er Mitglied des Ensemble Wiener Collage und des ensemble des XX. jahrhunderts und andererseits als Mitglied der Philharmonia Schrammeln Wien auf dem „Picksüßen Hölzl“ (=hohe G-Klarinette) Wiener Musik.

Stefan Neubauers erste Solo-CD „Solitary Changes“ mit Solostücken des 20. Jahrhunderts wurde mit dem Ö1-Pasticcio-Preis ausgezeichnet.
Von 2013-2020 hatte der Klarinettist einen Lehrauftrag für Konzertfach Klarinette am Leonard Bernstein Institut an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien inne und unterrichtet darüber hinaus für die japanische TOHO-Akademie in Wien.

Weitere Informationen auf www.stefanneubauer.org

In Zusammenarbeit mit

Di, 12.10.2021, 16:02
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