Fenster nach außen

Das Ernst Krenek Forum in Krems ist das Fenster nach Außen für das vielschichtige und umfangreiche künstlerische Erbe des Komponisten Ernst Krenek. Dem antiken Forum entsprechend versteht sich das Ernst Krenek Forum als interdisziplinäre, multimediale und offene Plattform. Es ist Ausstellungsraum, Konzertsaal, kreatives Zentrum, Ort der Begegnung und Forschungsstätte und bietet verschiedene Möglichkeiten, sich sinnlich und sinnvoll mit Kreneks Schaffen und Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Seine Biografie führt uns entlang von markanten gesellschaftlichen und politischen Eckpfeilern durch die gesamte Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts und lädt Interessierte, Forschende und VeranstalterInnen ein, auf vielseitige Art den geistigen und künstlerischen Kosmos Ernst Kreneks kennen zu lernen und einen neugierigen Blick in die musikalische Gegenwart zu werfen.

Moment! Musik

Zeit für Musik von Ernst Krenek

Moment! Musik lässt in regelmäßigen Abständen einen kleinen Einblick in die Musik Ernst Kreneks gewähren und richtet sich an alle Menschen, die neue musikalische Bereiche für sich öffnen wollen. Die Musikbeispiele dauern jeweils ca. eine Minute.

Die Idee ist folgende: Am besten sucht man sich ein ruhiges Plätzchen, setzt sich bequem hin und schließt die Augen. Zuerst hört man den kurzen Musikausschnitt, ohne noch irgendwelche Informationen über das Stück zu haben. Danach kann man seine eigenen Gedanken zum Gehörten formulieren, vielleicht sogar aufschreiben. Zum Schluss liest man die Texte mit den Hintergrundinformationen und sieht das Bild dazu an. Die Texte und Anleitungen sind so aufbereitet, dass sie alle Altersgruppen gut verstehen und nachvollziehen können.

Konzept und Idee mit freundlicher Unterstützung von mica - music austria

Bergpanorama Ernst Krenek Echoes from Austria

Echoes from Austria, op. 166, Nr.1, Molto moderato

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Grammophon Ernst Krenek Jonny spielt auf

"Jonny spielt auf", op. 45, Szene 3 "Oh das ist mein Jonny!" (Shimmy)

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Zug ÖBB Ernst Krenek Reisebuch aus den österreichischen Alpen

Reisebuch aus den österreichischen Alpen, op. 62, 1. Motiv

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Baum Ernst Krenek O Lacrymosa

O Lacrymosa, op. 48, No. 2 Nichts als ein Atemzug

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Zwirn und Faden Ernst Krenek Tricks and Trifles

Tricks and Trifles, op. 101

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Apocalypse Angers

Lamentatio Jeremiae Prophetae, op. 93

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Krone am Zaun Ernst Krenek Das Geheime Königreich

Das Geheime Königreich, op. 50

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Umschlungener Baum Liane Ernst Krenek Triophantasie

Triophantasie, op. 63

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Buchla Synthesizer Ernst Krenek

Doppelt beflügeltes Band, op. 207

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Dunkler Kellerraum Ernst Krenek 2. Symphonie

Symphonie Nr. 2, op. 12, 3. Satz

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Buidling Blocks, Ernst Krenek Streichquartett Nr. 7

Streichquartett Nr. 7, op. 96, 1. Satz

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Murmeln Sestina op. 161, Ernst Krenek

Sestina, op. 161

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„Ich hab’ von dem fahrenden Zuge geträumt…“

Die Lebensreise des Komponisten Ernst Krenek, oder „The One-Man History of Twentieth-Century Music“

Die Ausstellung überblickt das vielfältige Wirken und Schaffen des 1900 in Wien geborenen Komponisten Ernst Krenek. Sie führt Besucherinnen und Besucher durch ein spannendes und beinahe das gesamte turbulente 20. Jahrhundert umfassendes Leben im Kontext von Kultur, Gesellschaft und Politik. 

Thementafeln, Hörstationen und Exponate, darunter eine von Anna Mahler angefertigte Büste, Equipment aus seinem Tonstudio in Palm Springs oder ein Schweighofer-Flügel aus seiner Wiener Wohnung, skizzieren Kreneks Biografie und beleuchten Verbindungen zu Persönlichkeiten aus seinem Umfeld und zu gesellschaftlichen, politischen und musikgeschichtlichen Ereignissen.

Die Ausstellungsräume befinden sich im revitalisierten Minoritenkloster in Krems - Stein. Dort können Sie auch das Forum Frohner (Kunstmeile Krems), den Klangraum Krems, sowie die aus dem 13. Jahrhundert stammende Minoritenkirche Stein, eine der ältesten Bettelordenskirchen nördlich der Alpen, besuchen.

Kurator: Matthias Henke, Professor für musikhistorische Musikwissenschaften an der Universität Siegen
Architektur: Markus Pillhofer
Grafik: Richard Ferkl
Mediengestaltung: Fachhochschule St. Pölten unter Betreuung von Rose von Suess und Hannes Raffaseder

Kurator Matthias Henke über die Ausstellung

Mitreißen, das tut er: Ernst Krenek, der große Komponist, dessen Werke, will man sie in ihrer kraftvollen Fülle und phantastischen Vielfältigkeit überblicken, einem den Atem nehmen können.

Mitreißen, das tut er: Ernst Krenek, der nicht minder fruchtbare Literat, der sich die Texte seiner Liederzyklen oft selber schrieb, der aber auch Buchrezensionen und essayistische Reisebeschreibungen verfasste; Ernst Krenek, der Denker, der ein ebenso brillanter wie gefragter Gesprächspartner war: von Rainer Maria Rilke, Thomas Mann, Karl Kraus, Oskar Kokoschka, Anton Webern oder Igor Strawinsky.

Mitreisen, das dürfen wir: im Ernst Krenek Forum. Indem wir von Station zu Station gehen, begleiten wir den Akteur auf seinem bald schweren, bald leichten, immer aber spannenden Weg durch das 20. Jahrhundert, von den Anfängen in Wien über Berlin, die Schweiz und Kassel bis in die kalifornische Wahlheimat. 
Oder anders gesagt: von der Habsburger Kaiserzeit über die Weimarer und Erste Republik bis zum Nationalsozialismus beziehungsweise Ständestaat, vom Zweiten Weltkrieg über die McCarthy-Ära und die Zeit des Vietnam-Kriegs wie der Studentenunruhen bis zum Fall des Eisernen Vorhangs. Welch ein Bogen! Krenek durchlebte ihn überdies nicht als passiver Mitläufer, sondern als jemand, der die Musikgeschichte aktiv gestaltete und die politischen Entwicklungen mit hellwachem Blick registrierte.

Mitreisen, das dürfen wir: indem wir im Ernst Krenek Forum die wundersamen Metamorphosen des Komponisten erhören. Spätromantisches Melos, atonal verschrägte Akkorde, Jazzhaftes, Operettenseligkeit, kühn Konstruiertes, vergeistigte Mehrstimmigkeit, Theatralisches, Lyrisches, Gigantisches, Miniaturhaftes, Experimentelles, Kantiges, Rundes, futuristische Elektronik, eindringliche Rhetorik und Spiellaune – all das finden wir in Kreneks Werk, all das reicht indes nicht aus, um es auch nur annähernd zu beschreiben.

Mitreisen, das wollte auch er: der kleine Ernst, um ferne Länder und Menschen kennen zu lernen, um möglichst überall dabei zu sein. Aber als der Junge seine Spielzeugeisenbahn durch die elterliche Wohnung schob oder mit seinem Vater den nahe gelegenen Franz-Josephs-Bahnhof besuchte, konnte er nicht ahnen, dass sein Tun auf sein künftiges Schaffen verwies: auf die Metapher des Bahnreisens, die er in seinen Werken immer wieder aufgriff: sei es in seinem Opern-Welterfolg Jonny spielt auf, in der Ballade von den Eisenbahnen oder in den 1931 vollendeten Karl-Kraus-Liedern (Durch die Nacht), denen auch jene Zeile entstammt, die der Ausstellung ihren Namen gab: „Ich hab’ von dem fahrenden Zuge geträumt …“.

In diesem Sinn möchte ich allen Besuchern des Ernst Krenek Forums „Gute Reise“ und „angenehmen Aufenthalt“ wünschen!

Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag, 11:00 – 17:00 Uhr

Führungen sind gerne gegen Voranmeldung unter +43-(0)2732-71 570 oder office@krenek.com möglich.

ACHTUNG: Entsprechend der bundesweiten Verordnung der Österreichischen Bundesregierung bleibt das Ernst Krenek Forum als Schutzmaßnahme zur Eindämmung des Coronavirus vorläufig von 3. November bis 6. Dezember 2020 geschlossen.

Danke für Ihr Verständnis!

Tickets

Der Eintritt ist frei!

Adresse und Anfahrt

Ernst Krenek Forum
Minoritenplatz 4
3500 Krems-Stein

Mit dem Auto

Routenplaner

Eine direkte Zufahrt zum Minoritenplatz 4 ist nicht möglich. Bitte nutzen Sie die Parkplätze an der Steiner Donaulände. Diese sind mit Parkuhr bis zu 3 Stunden kostenfrei. 
Kurzparkzone Stein

Weiters steht Ihnen die kostenpflichtige Parkgarage Campus West zur Verfügung. Gehzeit zum Minoritenplatz: ca. 10 Minuten.

Weitere Informationen zu Parkmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage der Stadt Krems: Parkraumbewirtschaftung Stadt Krems

Mit dem Zug

Von Wien oder St. Pölten fahren stündlich Züge nach Krems Bahnhof.
Zur Fahrplanauskunft der ÖBB 

Taxi

Das Taxiunternehmen Fries ist unter +43-(0)664-421 033 55 erreichbar.

Mit dem Schiff

Verbinden Sie einen Besuch im Ernst Krenek Forum mit einer Donau-Schifffahrt in der Wachau. Die Ausstellung befindet sich in der Nähe der Schiffsstation Krems-Stein. 
Nähere Informationen: 
DDSG Blue Danube
Brandner Schifffahrt

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